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Woke Traumwelt: Flüchtlinge beseitigen den Fachkräftemangel – und sichern unsere Rente!

Man hatte uns doch gelehrt, dass es keine Einwanderung in unsere Sozialsysteme gebe. Dass Migranten nicht aus Gründen unserer Rundumversorgung zu uns kommen. Und dass sie alle integriert werden, Steuern zahlen und Arbeit aufnehmen. Beim Lesen dieser aktuellen Erkenntnisse bleibt denjenigen, die mit ein wenig Skepsis und Distanz zu all dem stehen, was uns dieser Tage durch die Wissenschaft verkauft wird, nur das typische Oh! Nein? Doch. Denn man braucht doch nur ein wenig Menschenverstand, um zu begreifen, wonach es nicht evolutionär angelegt war, dass sich immer mehr Individuen in Richtung eines Kontinents aufmachen. Denn auch er ist nichts Anderes als ein großes schwimmendes Boot im Ozean, das irgendwann einmal Schlagseite bekommt, wenn es überladen wird.

Dass in manchen Gesellschaften die Zukunft nicht mehr allein dadurch gesichert werden kann, dass Fortpflanzung den Bestand der Bevölkerung auf einem stabilen Niveau reguliert, dürfte insbesondere in der Moderne kein Geheimnis sein. Dieses Defizit mit offenen Grenzen ausgleichen zu wollen, über die man am Ende keine Kontrolle mehr hat – und mit der immer neuen Botschaft der ausgestreckten Arme eine Sogwirkung erzielt, welche für diesen Planeten, aber insbesondere auch für unsere Nation, zu einer Überlastung, zu einem Schiefstand und zu einer Spaltung innerhalb unserer eigenen Reihen führt, weil eine vernünftige, sich den Gesetzen und der Logik von Verstand und Pragmatismus verschriebene Mehrheit eben nicht das Existenzminimum und den Daseinsstandard all derjenigen erfüllen kann und will, die sich in dieser Welt mit dem Lebensschicksal einer möglichen sozialen oder wirtschaftlichen Ungerechtigkeit konfrontiert sehen.

Es ist schlichtweg nicht leistbar – auch nicht für ein vergleichsweise reiches Land. Es fehlt dauerhaft nicht nur an Infrastruktur, Personal, finanziellen und materiellen ,Ressourcen, sondern vor allem an der Bereitschaft zum barmherzigen Samariter, zum Retter der Armen. Natürlich wünscht man sich das Paradies auf Erden für jeden, doch das kann es nicht geben. In dieser einfachen Erkenntnis der Realität, aber auch im Bewusstsein, dass es nicht funktionieren kann und soll, eine Gemeinschaft mit verbindenden Wurzeln, Traditionen, Werten und Normen immer weiter zu heterogenisieren und erodieren, muss das Projekt von Multikulturalismus nicht nur für gescheitert erklärt werden, sondern auch für völlig abwegig. Denn der Wunschtraum der vollständigen Pluralität und Vielfalt, der ungebremsten und immer zügigeren Durchmischung von Ethnien und des Aufbrechens von Konventionen hat nichts mit Toleranz, Nächstenliebe, Solidarität oder Antidiskriminierung zu tun, sondern allein mit dem Selbsthass gegen die eigene Herkunft.

Wer die persönliche Identität verleugnet, weil er in Scham vor der Vergangenheit zurückliegender Generationen oder in einer Patriotismusangst ein Bekenntnis zu seinem Heimatgefüge unterbindet, verdrängt die Perspektive, dass es dieses Haus ist, welches ihm Halt, Schutz und Geborgenheit gegeben hat. Und natürlich dürfen wir Gäste empfangen, dagegen spricht nichts. Besonders dann nicht, wenn sie sich am Haushalt beteiligen, sich an die aufgestellten Gruppenregeln halten und respektieren, welchen Status sie hier besitzen. Das gilt vor allem für die, die bedürftig sind. Die tatsächlich geflohen sind, die ein Anspruch darauf haben, dass ihnen begründetes Obdach zur Verfügung gestellt wird. Aber wer die Türen nicht vor denen verschließt, die mit unguten Absichten eindringen wollen, weder klingeln noch klopfen, sondern sich Zutritt verschaffen, ohne sich ausweisen oder an Vorgaben halten zu können, der scheint nicht nur das Risiko zu lieben, sondern auch des zivilisatorischen Harakiri nicht abgeneigt.

Wer sich in Deutschland um Integration, Anpassung und Mitwirkung an Wohlstand, Sicherheit, Ordnung, Demokratie und Werten bemüht, sollte selbstredend auch die Staatsbürgerschaft in Aussicht gestellt bekommen. Und das durchaus in einem absehbaren Zeitraum. Doch ob die Entscheidung des Bundestags gerade zum jetzigen Augenblick sinnvoll, vernünftig und notwendig war, muss man in Frage stellen. Denn wir sind zwar auf eine qualifizierte Zuwanderung angewiesen. Aber erneut setzt die Bundesregierung mit diesem Beschluss auf eine Außenwirkung, die gleichsam nach hinten losgehen kann.

Zwar senden wir mit dem Anreiz auf volle Teilhabe unter bestimmten Voraussetzungen durchaus das richtige Signal, dass diejenigen willkommen sind und Aussicht auf Eingliederung haben, die sich anstrengen und ein bewusstes Bekenntnis zum Erhalt unserer Wurzeln, unserer Traditionen und unserer Kultur abgeben. Andererseits sollte man durchaus bezweifeln, ob diese Botschaft nicht bei denjenigen bewusst falsch verstanden wird, die eben ohne jeglichen Fluchtgrund einerseits oder einen geregelten Prozess der Arbeitsmigrationen in Richtung Bundesrepublik strömen. Wurde also in Ampel-typischer Naivität mehr oder weniger bewusst ein weiterer Trigger für illegale Einwanderung in die Welt kommuniziert, der bereits bestehende Sogeffekte weiter verstärkt?

Im Bewusstsein, dass derzeit mindestens eine Viertelmillion an Menschen eigentlich ausreisepflichtig wäre und keine Berechtigung mehr für den Aufenthalt in Deutschland besitzt, wirkt das Vorgehen trotz der gleichzeitigen Abstimmung über eine verschärftes Ansinnen zur Rückführung und Abschiebung zum wiederholten Male unkoordiniert, unpassend und inadäquat. Es hat also etwas mit der Fähigkeit zur Sensitivität zu tun, Stimmungen in der Gesellschaft aufzunehmen und das eigene Denken und Handeln in politischer Verantwortung daran behutsam zu spiegeln. Hätte man dies unter der Reflexion des Eindrucks von mangelnder Plausibilität einer hehren Absicht zum völlig falschen Moment getan, hätte man die Erkenntnis gewinnen können, welch faden Beigeschmack dieser Entscheid in der gegenwärtigen Atmosphäre bei den Bürgern hinterlässt.

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