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Die Hysterie über die Klimaerwärmung passt nicht zu einem christlichen Vertrauen in Gott!

Philosophischer Laienarbeitskreis kritisiert die Anbiederung der Kirche an den Öko-Aktivismus

Der christliche Glaube lebt von der Hoffnung und dem Vertrauen in den Schöpfer, die Welt auch in schwierigen Zeiten im Gleichgewicht zu halten. Dies gelte auch mit Blick auf die Erderwärmung, meint der Leiter des Philosophischen Laienarbeitskreises, Dennis Riehle (Konstanz). Er erklärt:

Eine ökologische Klimahysterie ist mit meinem Verständnis von christlichem Glauben nicht vereinbar. Wenngleich uns die Bibel eindrücklich zur Schöpfungsbewahrung und Ressourcenschonung auffordert, mahnt sie uns gleichzeitig eindringlich zum Vertrauen in Gott, der als Erschaffer und Lenker der Welt für die Fügung der Dinge sorgt. Apokalyptische Szenarien sind weder plausibel, noch angebracht. Denn warum sollte der Planet ausgerechnet in diesen Tagen untergehen, wenn er doch schon in Millionen an Jahren größten Widrigkeiten standgehalten hat? Wir sollen uns die Erde untertan machen, sie gleichzeitig hegen und pflegen. Dies ist eine ethische Verantwortung, aber keine politische Vorgabe. Stattdessen unterstreicht die Heilige Schrift bereits im 1. Buch Mose die Fähigkeit des Menschen zur Selbstbestimmung. Und sie befähigt uns damit auch entsprechend zur Beurteilung von moralischen Notwendigkeiten. Nachdem uns Lebensgrundlagen zum Verbrauch und nicht allein zum Anschauen geschenkt wurden, bleibt es vollkommen unlogisch, warum es einen krampfhaften Ausstieg aus den fossilen Energien braucht. Denn für mich ergibt in der Evolution alles einen Sinn. Hätte der Bildhauer unseres Universums nicht gewollt, dass wir Öl oder Gas verbrennen, hätte er es nicht kreiert. Natürlich gebietet sich ein sorgsamer Umgang damit. Und dass wir in den vergangenen Jahrzehnten ausbeuterisch mit ihnen umgegangen sind, daran besteht für mich kein Zweifel. Doch gleichzeitig gibt es keine Veranlassung zur Radikalität. Die Widerstandsfähigkeit und Selbstregulierung unseres Globus hat er immer wieder bewiesen. Eine Erderhitzungsphobie ist für Protestanten wie Katholiken gleichermaßen nicht geboten, denn sie ist Ausdruck fehlender Hoffnung.

Glaube ist es dagegen, wenn wir in eine notwendige Gelassenheit darüber zurückkehren, dass nach theistischem Verständnis der Vater im Himmel die Macht und Fertigkeit besitzt, Balancen auch dann wieder herzustellen, wenn wir an ihnen rütteln. In der Ausbildung zum Berater für Nachhaltige Entwicklung und Veränderungsmanagement war es für mich eine wesentliche Erkenntnis und Bestätigung, die mittlerweile inflationär verwendete Begrifflichkeit nicht allein auf den ökologischen Aspekt zu beschränken. Stattdessen handelt es sich nach meinem Verständnis um einen Aufruf zum weitsichtigen und vorausschauendes Denken und Handeln, welches alle Dimensionen einer Entscheidung einbezieht. Dazu gehört beispielsweise die Sozialverträglichkeit, ökonomische Vernunft, die Praktikabilität und die Verhältnismäßigkeit. Oftmals wird Nachhaltigkeit heute allein mit Umweltfreundlichkeit gleichgesetzt. Dabei hilft es niemandem, wenn eine Maßnahme vermeintlich der Natur dient, aber von der Gesellschaft nicht akzeptiert und umgesetzt wird. Viel zu sehr fixieren wir uns auf ideologische Projekte und Vorhaben, statt auf Technologieoffenheit und Innovation zu setzen, welche es ermöglichen würde, viele Alternativen zu entwickeln, die breitflächig verfügbar und auf Dauer finanziell erschwinglich sind. Die voreilige Verengung des Fokus auf scheinbar ultimative Lösungsansätze der Zukunft, welche heutzutage oftmals unter der Bezeichnung der Transformation zusammengefasst werden, führt am Ende zu einer praktischen Planwirtschaft der Moralisierung, Bevormundung und Verbote. Dadurch werden nur dem Anschein nach Ressourcen geschont, denn letztlich geht mit einer solchen Philosophie das Risiko massiver demokratischer Kollateralschäden einher.

Dennis Riehle ist ausgebildeter, mittlerweile konfessionsfreier Laienprediger ohne Dienstauftrag.

Weitere Informationen auf www.dennis-riehle.de.

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