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Von der Donau bis zum Rhein, möge Allah mit uns sein!

Kommentar von Dennis Riehle

Die schöne, idealistische und naive Buntwelt einer vor allem linken Bevölkerungskohorte zeigt sich nicht nur thematisch stets in einer eklatanten Doppelmoral, sondern macht es ihrem eigenen LGBTIQ-Regenbogen nicht zuletzt auch dadurch schwer, dass sie insgeheim in nicht viel mehr Dimensionen als dem Schwarz und Weiß beziehungsweise einem Gut und Böse denken kann. Nach ihrem Schema sind letztlich all jene konservativen, identitären oder patriotischen Bürger unter uns, die sich beim Anblick von Bildern aus Österreichs Hauptstadt dieser Tage in ihrer Auffassung bestätigt fühlen, dass in Mitteleuropa ein Umwälzungsprozess von einer kulturellen Wesenseinheit in eine andere stattfindet, selbstverständlich mit rassistisch konnotierten Nazis gleichzusetzen. Immerhin wagen sie es, eine Überzeugung auszusprechen, die unter Globalisten als braune und anrüchige Verschwörungstheorie gilt. Da versammeln sich hunderte oder gar tausende Anhänger des Islam, um demonstrativ in aller Öffentlichkeit die Seccaden gen Mekka zu entrollen – und mit einem Zeichen der Vormachtstellung einen zweifelsfreien Eindruck in der hiesigen Gesellschaft zu hinterlassen. Dass diese Realität mittlerweile nicht nur in Wien zum Alltag zu gehören scheint, machen ähnliche Auftritte von Muslimen in deutschen Großstädten deutlich. Auch dort beschränkt man sich nicht mehr auf den Gang in die Moschee, sondern provoziert im Freien durch kollektives Huldigen und Preisen von Allah.

Und während der reflexartige Pluralist sofort die Religionsfreiheit als Merkmal eines offenen Miteinanders ins Feld führt, fragt sich der Christ unter uns, wie lange die kulturelle Tradierung der Bundesrepublik dem fanatischen Toleranzgeschwurbel noch standhalten wird, in der er nicht einmal mehr einen Weihnachtsbaum aufstellen darf – und im Gegensatz zu Ramadan während der Adventszeit aus Rücksicht auf die spirituellen Gefühle von Gästen auf Lichterketten verzichten sollte. Dieser Tage werden wir mit einer Entwicklung konfrontiert, die viel zu lange als Märchendarstellung nationalistischer Xenophobiker abgetan wurde. In ihrer befremdlichen Wahrhaftigkeit und vollen Breitseite lässt sie den zunehmend Zweifel verspürenden Mitmenschen immer öfter einigermaßen sprachlos zurück, aus dem lediglich noch die Ernüchterung entfährt: „Das ist nicht mehr mein Land!“. Die unmissverständliche Ambition einer vielfältigen Durchmischung unterschiedlicher Spezien stellt lediglich ein Etappenziel auf dem Weg zur Übertragung der Mehrheit auf den aktuell noch als Minderheit daherkommenden Stamm an ideologisierten Frömmlingen und radikalisierten Messerwerfern dar. Denn es wird beispielsweise durch grüne Politiker unverhohlen und ausdrücklich herbeigesehnt, dass sich unser Gemeinwesen verändert. Und damit ist eben keine friedliche Koexistenz gemeint, in der das Leitmotiv die demokratischen Werte sind – und man sich vor lauter barmherziger Ekstase und wechselseitiger Güte respektvoll in den Armen liegt.

Stattdessen gibt sich der von externen Beobachtern liebevoll als selbstgeißelnde „Kartoffel“ betitelte Insuffizienzgeplagte freimütig der Okkupation durch die in der internationalen Wahrnehmung dominierenden Strömungen der mohammedanischen Lebensart hin, weil man noch immer die Schmach in sich hegt, Deutschland müsse bis zum Sanktnimmerleinstag für sämtlichen Imperialismus, Kolonialismus oder Sozialismus Buße tun. Dass Persönlichkeiten wie Katrin Göring-Eckardt, Claudia Roth oder Annalena Baerbock ihre Visionen prinzipiell nicht bis zum Ende durchdenken, wird nicht nur daran deutlich, dass in den ersten Kommunen der ökologistischen Traumphantasie der Strom für all die effizienzarmen Wärmepumpen und reichweitenversagenden Elektroautos knapp wird. Sie werden sich sicherlich auch um ein klares Eingeständnis drücken, was ihr perspektivisches Bestreben hinsichtlich dieses schon lange nicht mehr schönen Fleckchens Erde ist – und was sie dem deutschen Volk in gar nicht mehr allzu ferner Zukunft an den Hals zu wünschen bereit sind. Denn kehren wir nicht mit einer Vollbremsung um, tragen die Fluten des Mittelmeers sämtliche Schicksalsbehafteten der südlichen Hemisphäre schon bald ohne Unterwegshalt auf Lampedusa oder Lesbos mitten in die Photovoltaik-Wüste zwischen Uckermark und Breisgau. Dort angekommen, rufen sie laut „Asyl“ – und erhalten im Gegenzug binnen weniger Jahre die hiesige Staatsbürgerschaft samt Zahnersatz und Befreiung von jeglichen Mülltrennungspflichten obendrauf.  Im Gepäck haben die allenfalls von der Hoffnung auf alpine Milch und schwarzwälderischen Kiefernhonig verfolgten Passlosen abseits von leergefegten Portemonnaies und hochmodernen Handys ihre Gebetskette und den Koran. Schließlich ist ihre Konfession nicht darauf ausgerichtet, sich den Platz partnerschaftlich mit divergierenden Weltanschauungen zu teilen – oder gar andere Götter neben sich zu dulden. Stattdessen ist der Absolutheitswille immanent. Und darüber kann auch nicht die Tatsache hinwegtäuschen, dass eine nicht unerhebliche Zahl an Anhängern der islamischen Überzeugung durchaus für Sozialisation und Säkularisierung empfänglich ist – und eine liberale Praxis ihrer Eusebie lebt, welche ihren Status als minoritäre Gruppe anerkennt. Es sind nun einmal die für ihren Auftrag zur Errichtung eines universellen, exklusiven und singulären Kalifats auch zu Gewalt bereiten Extremisten ihrer Zunft, die sich mit ihrer eskalierenden Manier von Obrigkeit, Totalität und Unbedingtheit ins Rampenlicht stellen – und ausgerechnet nicht von jenen gebremst werden, die für sich Aufgeklärtheit und Mäßigkeit beanspruchen. Ja, wir sollten uns nicht von Generalisierung anstecken lassen. Aber gleichzeitig ist überdurchschnittliche und wohlgesonnene Differenzierung dort fehl am Platz, wo man nicht um den Befund umhinkommt, dass diejenigen über das Gebaren ihrer Glaubensbrüder schweigen, die sich zwar von allem Fundamentalismus reflexartig distanzieren können – aber zugleich nicht offensiv für eine versöhnliche Variante ihres Bekenntnisses werben wollen.

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