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Hitlers Haare im Bundestag? Linke Paranoia in Hochform!

Kommentar von Dennis Riehle

Mittlerweile gibt es nur noch wenige Lebensbereiche, auf die der Staat keinen Einfluss nimmt. Bisher gehörte unter anderem das Coiffeurieren zu den Dingen, bei welchen man den Menschen noch alleine über seinen Geschmack und die Art des Waschens, Schneidens, Legens entscheiden ließ. Doch nun sind auch unsere Frisuren nicht mehr davor geschützt, als Symbolik für unsere politische Weltanschauung fehlinterpretiert zu werden. Entsprechend machen sich die investigativen Journalisten im „Stern“ aktuell die Mühe, zahlreiche Merkmale an Mandatsträgern zu identifizieren, welche Rückschlüsse auf den Grad ihrer extremistischen Einstellung zulassen. Nach den Affären um die Rückennummern auf den Trikots unserer Nationalmannschaft und der Geste des Fußballers Rüdiger ist nun – neben vielen Anderen – auch Hannes Gnauck der detektivischen Arbeit meiner Haltungskollegen zum Opfer gefallen. Der Abgeordnete der AfD soll also nach intensiver Recherche über die Länge, Farbe und Schnitt seiner Mähne als ein Imitator der nationalsozialistischen Tolle entlarvt worden sein. Der Vorsitzende der Jungen Alternative wird sogar in die Nähe von des Führers Schopf gebracht, denn er hat seine Wellen nicht nur in die falsche Richtung gekämmt, sondern sie erinnern doch wahrlich an den „Deutschen Haarschnitt“, wie ihn auch die Sprösslinge damals, vor über 80 Jahren, getragen haben.

Insofern ist für die woke Bewegung unmissverständlich klar: Dort am Rednerpult des Plenums steht ein wiedergeborener Nachkomme der „Hitler Jugend“, der keinen Hehl daraus macht, seine im Zweifel dunkelbraun schimmernde Matte als Ausdruck der Befürwortung des NS-Regimes darzubieten. Doch der 1. April war offenbar seit längerem vorbei, als die Veröffentlichung in der Qualitätspresse die vernunftorientierte Mehrheit in diesem Land zwischen Lachen, Staunen und Mitleid zurückließ. Denn all diese Bürger, die im Jahr 2024 statt 1934 leben, beginnen mittlerweile ernsthaft damit, sich über den Schweregrad des Verfolgungswahns all derjenigen Gedanken zu machen, die nicht nur unter den etablierten Parteien und einer linken Bevölkerungsklientel eine Nazi-Paranoia als immanenten Teil der Persönlichkeit verinnerlicht haben. Es sind eben auch meine Haltungskollegen, die sich umzingelt fühlen von einer totalitären Wirklichkeit. Allerdings geht es dabei nicht etwa um die sich auftuenden Parallelen zwischen dem heutigen Machtmissbrauch durch eine sesselklebende und die Menschen gängelnde Ampel und den Zuständen während der DDR-Diktatur. Sondern sie haben sich in der Überzeugung verbissen, dass das „Nie wieder“ des Holocaust brüchig werden könnte – und sich die barbarischen Verbrechen von damals mittelbar erneut zutragen könnten. Ein derart perfides und geschichtsvergessenes Verharmlosen ist nicht nur unerträglich, sondern nahezu pathologisch. 

Es ist nicht nur die Relativierung der dunkelsten Stunden unserer Historie, die daran zweifeln lassen muss, wie viel jene von der Vergangenheit wissen, die in den heutigen Schreibstuben der Republik eine Kontinuität nach der nächsten bemühen, um beispielsweise auch die Behauptung einer Absprache am Lehnitzsee über die herbeigesehnte Deportation von Millionen Bundesbürgern mit Migrationshintergrund in ihren Köpfen weiterhin präsent vorhalten zu können. Stattdessen ist es auch der arglose Umgang mit halluzinatorisch anmutenden Vergleichen zu früher, der erschaudern lassen muss. Wer sich einmal die Mühe gemacht hat, Hannes Gnauck ein wenig näher kennenzulernen, seine Reden zu verfolgen, seine Statements zu lesen und seine Forderungen zu reflektieren, der kann bei etwas Unvoreingenommenheit und ohne Vorurteile auf ein integres und souveränes Mitglied unserer Volksvertretung stoßen, das nicht nur eine erfolgreiche Lebensbiografie verweisen und seit jeher mit argumentativer Standhaftigkeit überzeugen kann. Es sind auch seine Bürgernähe, seine Niederschwelligkeit, seine Bescheidenheit, seine Rhetorik und Eloquenz, die ihn zu einer Bereicherung für den Bundestag machen – welcher sich zunehmend zu einem Ort des theatralischen Schauspiels sogenannter Demokratieförderer entwickelt, die sich in einer orchestrierten und vom Präsidium unterstützten Kampagne nicht zu schade sind, den Parlamentarismus für Bevormundung, Repression und Zensur der dortigen AfD-Opposition zu missbrauchen.

Ich habe keine einzige Aussage gelesen, die in mir auch nur den Verdacht aufkommen ließe, dass sich Hannes Gnauck in irgendeiner Weise vom Boden unserer Verfassung entfernt hätte. Stattdessen nehme ich bei ihm das Gegenteil wahr. Er ist ein engagierter Verfechter unserer Herrschaftsform, um deren Fortbestehen nicht nur er sich momentan akute Sorgen macht. Sein Engagement gilt dem Ziel, sie endlich wieder zu dem zu machen, was ihrem Wert und ihrer Güte entspricht. Eine Politik zum Wohle unseres Landes, die endlich damit aufhört, die kulturelle Identität und die autochthone Verwurzelung unserer Spezies durch eine ungezügelte Migration und den Anspruch an Multikulturalismus sukzessive zu überwinden und den Übergang von einer Wesenseinheit in die andere zu beschleunigen. Sein Einsatz im Verteidigungsausschuss zielt vor allem auf das unterstützenswerte Ansinnen ab, die Bundeswehr endlich wieder zu einer wehrhaften Armee zu machen – um sie für ihre Kernaufgaben zu rüsten, statt sie erneut in sämtliche Krisenregionen unseres Erdballs zu schicken und dort Moralpolizei zu spielen. Allein der Umstand, dass er der Jugendorganisation der Alternative für Deutschland vorsteht, hatte die Mitglieder des Hohen Hauses bereits darüber nachsinnen lassen, wie man ihn aus den Gremien verbannen könnte. Denn nach ihrer Auffassung stellt er ein Sicherheitsrisiko dar, weil unter Verschluss stehende Staatsgeheimnisse in seine Hände gelangen könnten. Dass die Republik und all ihre Myterien aber sicherlich nicht vor dem Zugriff durch identitäre Kräfte, sondern vor allem vor einer gewaltsamen Unterjochung unserer Ethnie durch schicksalsbehaftete Zuwandernde mit Messeraffinitäten geschützt werden muss, wird in all der Meuterei von pluralismussüchtigen Fans geflissentlich verschwiegen. Immerhin darf nicht nach außen treten, was mittlerweile ohnehin jedem klar ist: Die größte Bedrohung im 21. Jahrhundert ist nicht der anständig gekleidete und stets vorbildlich frisierte Patriot, sondern eine nach Absolutheit strebende Strömung des Islam, die sich exemplarisch nun zum wiederholten Mal in Hamburg traf, um ihre Vorstellungen über einen Gottesstaat auszutauschen. Es sind also die ständigen Ablenkmanöver, welche die Aufmerksamkeit von dieser tatsächlichen Gefahr für unseren Stamm weglenken und negieren möchten, die in einem anderen Land sogar die farbenfrohe Minderheit durchschauen würde. Doch für unsere Gesellschaft ist es mittlerweile selbstverständlich geworden, dass sich die Systempresse an der Kirschblüte in fernen Destinationen, am heißesten Monat seit dem Urknall und an der strukturellen Ausländerfeindlichkeit auf unseren Straßen abarbeitet. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass man hierzulande ohne jeden Skrupel die Fata Morgana von Runen-Zeichen und Szenen-Codes aufrechterhält – und sich mit der Definition des Bösen von Faeser und Haldenwang begnügt. Es ist die ohne stringente, konsistente und dem Widerspruch standhaltende Begründung substanzlos bleibende Etikettierung aus dessen Behörde, die mittlerweile ausreicht, die Karriere von anrüchigen Parlamentariern beenden zu wollen. Daher kann es für all jene, die diesem staatsideologischen Gebaren die Stirn zeigen wollen, nur die Option einer unbedingten Solidarität mit allen politisch Verantwortlichen geben, die derzeit mundtot gemacht werden sollen.

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