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Linker Ekel vor dem Volk: Das „neue deutschland“ hat journalistischen Schluckauf!

Kommentar von Dennis Riehle

Wenn die linke Seele erst einmal am Kabel dreht, dann schlägt sie in den letzten Zügen der Verzweiflung um Bedeutung und Aufmerksamkeit wild um sich. So ergeht es in diesen Tagen auch den werten Kollegen am äußersten Rand der politischen Skala. Die Zeitung „neues deutschland“ ist als Hofberichterstatter der Antifaschisten um keine Diffamierung verlegen – insbesondere dann nicht, wenn man den Gegner bei der AfD ausgemacht hat. Und so muss es zweifelsohne schwer erträglich für die dortige Redaktion sein, dass sich im Vorfeld der Europawahl ein Kandidat bei den Blauen etabliert, der in seiner Ruhe, Sachlichkeit und Konzentration für viel Zustimmung, Unterstützung und Rückhalt sorgt. Nachdem die Spitzenmänner auf der Liste der Alternative für Deutschland, Maximilian Krah und Petr Bystron, aufgrund von verschiedenen aufgebauschten Affären und Skandalen durch den Bundesvorstand mit einem Auftrittsverbot belegt beziehungsweise von der Justiz mit einigermaßen haltlosen Ermittlungen überzogen wurden, schlägt nun die Stunde des Drittplatzierten. Der thüringische Politiker René Aust legt einen Fernsehauftritt nach dem nächsten hin – und düpiert mit seiner Fokussierung, Fachkenntnis und Zugewandtheit nicht nur die Haltungsjournaille, sondern vor allem auch den politischen Feind. Dass er sich gerade in den letzten Tagen – in seiner Bescheidenheit wahrscheinlich ungewollt – für höhere Aufgaben empfohlen und qualifiziert hat, dürfte insbesondere denjenigen nicht schmecken, die die Partei aufgrund interner Querelen schon am Abgrund sahen. Doch gerade das patriotische Lager erweist sich momentan in einer beispielhaften Geschlossenheit – und kann daher mit viel Eigenbewusstsein einen ihrer eloquentesten, versiertesten und intellektuellsten Vertreter auf die Zielgerade vor dem 9. Juni schicken.

Es brauchte nicht einmal die grausamen Bilder aus Mannheim, um immer mehr Bürger in diesem Land aus ihrem Dornröschenschlaf zu erwecken – und nach der Ankündigung von Baerbock, weitere Zehntausend Afghanen in der Bundesrepublik aufnehmen zu wollen, von der moralischen Mitverantwortung der Grünen am Tod des Polizisten Rouven L. und den Verletzungen von Michael Stürzenberger auszugehen. Diese Entwicklungen spielen zweifelsohne dem eher rechten Spektrum in die Hände, weil der Versuch der Täter-Opfer-Umkehr nur noch bei den fanatischsten Verblendeten und Naiven in unserer Gesellschaft ziehen kann. Und so findet das neue Zugpferd für die Abstimmungen zur Zusammensetzung des Parlaments in Brüssel und des Landtags in Erfurt ideale Bedingungen vor, um mit einer Programmatik überzeugen zu können, welche der aufgeschreckte Progressive sogleich in die Schublade der völkischen Ideologie steckt – die, nebenbei erwähnt, in der Sache keinen Grund zur Aufregung und Besorgnis darstellt, sondern eine Normalität überall dort ist, wo man mit Achtung vor dem eigenen Ursprung seine Zeit nicht mit Selbstgeißelung verbringt. Dass sich Aust in guter Verbindung zu Björn Höcke weiß, dürfte bei den aktuellen Schlagzeilen der Systempresse ebenfalls eine wichtige Rolle spielen. Doch weder gegen den einen noch den anderen Vertreter der AfD wäre der Anwurf angemessen, vertretbar und begründet, dass er sich mit einer Weltanschauung gemeinmacht, die die wesentlichen Prinzipien unserer Verfassung untergräbt. Das Engagement für eine konsequente Remigration widerspricht nicht etwa unserem Grundgesetz, sondern es leitet sich explizit aus diesem ab. Denn nach Artikel 16a sind in diesem Land nur jene Schutzbedürftigen aufzunehmen, die in ihren Herkunftsregionen nachweisbar verfolgt und deshalb in ihrer Existenz bedroht werden.

Dass man ein bestimmtes Vokabular immer wieder in eine anrüchige Ecke stellen möchte, geht auch deshalb fehl, weil es sich bereits seit den 1980er-Jahren in unseren Behörden als völlig legitime Bezeichnung für die Abschiebung von illegal eingewanderten, endgültig negativ beschiedenen und keine Aufenthaltsberechtigung mehr besitzenden Personen etabliert hat. Wer sich nach der Berichterstattung des Recherchezentrums Correctiv weiterhin in der Überzeugung versteigt, irgendjemand aus der Alternative beabsichtige die Deportation von Millionen Bundesbürgern mit ausländischen Wurzeln, befindet sich entweder inmitten einer Deutschlandphobie – oder ist freier Mitarbeiter in den Leitmedien. Man kann die Standpunkte der Blauen noch so lange drehen und wenden, interpretieren und missdeuten, es wird sich dort keine anstößige Formulierung finden, welche sich gegen die wesentlichen Konsense unseres demokratischen Gemeinwesens stellt. Das stringente Einfordern einer radikalen Trendumkehr mit Blick auf die Flutung Europas mit Flüchtlingen aus aller Herren Länder, die obendrein in bis zu 99 Prozent der Fälle ohne jegliche Bleibeperspektive an den Küsten des Mittelmeers anstranden, ist Auftrag jeder politischen Kraft, die sich zum Wohle der bei uns lebenden Menschen bekannt hat. Und so versteht sich auch Aust als authentischer und entschlossener Repräsentant einer Mentalität der Wiedereinsetzung von Regeln, Ordnung und Gesetzen. Schließlich kann sich nur noch derjenige an einer Märchenerzählung von Vielfalt, Toleranz und Multikulturalismus festklammern, der seine Aufmerksamkeit mit Vehemenz von all den Berichten über die täglichen Messerangriffe in unseren Fußgängerzonen und den nächtlichen Vergewaltigungen in den Parks der Großstädte wegwendet.

Und natürlich ist auch die Souveränität, Integrität und Entität unserer Spezies bedroht, wenn wir eine sukzessive Unterwanderung der autochthonen Mehrheit durch immer neue Pull-Faktoren katalysieren – und uns dabei in der wahnwitzigen Idee verfangen, das obsessiv verordnete Zusammenleben von unterschiedlichen Zivilisationen auf einem geografisch begrenzten Raum führe zu Akzeptanz, Respekt und Miteinander. So kann man auch heute noch mit dem Feigenblatt der Nächstenliebe kaschieren, dass man sich allein aus persönlicher Verachtung seiner Biografie für einen Übergang von der abendländischen Wesenseinheit in ein gottesstaatliches Kollektiv unter der Fuchtel von Allah engagiert. Glaubwürdig ist dies aber nur noch unter denjenigen, welche mit Heimat noch nie etwas anfangen konnten – und sich im Zweifel darüber ärgern, dass Deutschland aus den Ruinen des Zweiten Weltkriegs überhaupt wieder auferstanden ist. Ihnen gehört das Bedauern einer im Wachstum befindlichen Bevölkerungsklientel, die auch noch morgen in Sicherheit leben möchte. Auch wenn ich mich mit einer gewissen Verkrampfung auf die Suche nach Mitgliedern, Sympathisanten, Unterstützern oder Funktionären der AfD gemacht habe, die das Fremde allein aus Gründen der ethnischen Zugehörigkeit verachten, ausgrenzen oder gar bekämpfen, bin ich erwartungsgemäß nicht fündig geworden. Schließlich sind jegliche Vorhaltungen, in der Partei existiere zumindest eine latente Xenophobie, letztlich widersinnig und haltlos. Denn gerade im Augenblick melden sich immer mehr Migranten aus der Mitte unserer Gemeinschaft zu Wort, die ihre Stimme für die Alternative erheben – und selbst mit Nachdruck ein Ende der offenen Grenzen und Hypertoleranz verlangen. Wer sich weiterhin für eine völlige Durchmischung der unterschiedlichen Gruppen auf diesem Globus starkmacht, tritt nicht nur die Evolution mit Füßen.

Immerhin war es eine Erfindung der Schöpfung, die verschiedenen Verbünde auf diesem Planeten zunächst getrennt voneinander anzusiedeln und mit immanenten Unterscheidungsmerkmalen auszustatten – damit sie sich intern identifizieren und ihrer eigenen Equipe inhärent fühlen. In keinem Paragrafen und in keiner Nation auf diesem Erdball lässt sich die Erwartungshaltung finden, dass sich ein Stamm der völligen Unterjochung hingibt. Dieser Anspruch existiert allein in den Köpfen der von geschichtlicher Gemeinschaftshaftung drangsalierten Pluralisten in unseren Sphären, die von Kolonialismus bis Nationalsozialismus eine immerwährende Verbindlichkeit zur Buße ableiten – um damit aber lediglich ihr individuelles Scheitern und Versagen angesichts einer oftmals dürftigen Leistungsbilanz mitsamt fehlender Ausbildung und beruflicher Qualifikation zu kompensieren. Allerdings können wir uns nicht als die psychotherapeutische Couch für jene hingeben, die sich entweder in infantiler Trotzigkeit auf den Straßen festkleben – oder weiterhin darauf warten, dass sie mit ihrer queeren Einstellung irgendwann von Mohammed persönlich umarmt werden. Es ist im Augenblick die kritische Opposition, die mit einer Utopie aufräumen will, welche in ihrem Endstadium aus unserem Zuhause ein Kalifat macht – und sowohl Kontinuität, Zukunft wie auch Dasein der deutschen Einheit aufgibt. Gegen derartige Phantasien der Theokratie kämpft auch René Aust, der nichts Anderes propagiert als Rechtsstaatlichkeit, Normativität und Fortbestand. Das ist keinesfalls verwerflich, sondern seine staatsbürgerliche Pflicht.

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