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Grüne Ideologie auf einen Nenner gebracht: Gerecht ist, was dem Untergang Deutschlands dient!

Kommentar von Dennis Riehle

Was ist Gerechtigkeit? Eine überaus schwierige Frage, die man normalerweise nicht mit wenigen Ausführungen beantworten kann. Es sei denn, man ist Politiker im Ampel-Kartell – und verspürt den Drang, dem Bürger wieder einmal deutlich zu machen, was er doch an seinen Etablierten hat. Und so lässt uns Ricarda Lang wissen, dass Fairness derjenige genießen kann, der die Grünen wählt. Denn sie seien die einzige Partei, welche als Garant für soziale Ausgewogenheit stehe – und Redlichkeit durchsetzen könne. Und weil wir ja mittlerweile durch Robert Habeck im Bilde darüber sind, dass er und sein ökologischer Dunstkreis sich regelmäßig von der Wirklichkeit verfolgt fühlen, ist uns natürlich auch bewusst, dass davon im Elfenbeinturm abgeschottete Exponenten des Volkes in der Märchenerzählung geübt sind. Insofern könnte man die Aussagen der Bundesvorsitzenden mit einem lauten Lacher abtun – oder sie mit verdrehenden Augen beiseitelegen. Doch es ist wieder einmal notwendig, gerade denjenigen in unserer Bevölkerung bezüglich der Realität auf die Sprünge zu helfen, die noch nicht völlig in einer ideologischen Verblendung ihr Dasein als blökende Schafe und kopfnickende Marionetten fristen. Und so könnte man beispielsweise damit beginnen, sich dem Verständnis von Solidarität der Klimafetischisten auf dem Weg der Energiewende nähern. Denn es ist offenbar in ihrem Sinne, dass dem über Jahrzehnte hart arbeitenden Nachbarn von gegenüber in diesen Tagen ein Großteil seiner Altersvorsorge genommen wird, weil sich die herrschende Klasse dazu entschieden hat, dem Land eine auf lange Sicht zur Pflicht werdende Wärmepumpen-Revolution zu verordnen.

Da nimmt der Staat also unsere Heizungskeller ins Visier und zwingt uns im Zweifel zur Anschaffung eines Gerätes, das vor allem in Alt- und Bestandsbauten zu einem massiven Mehrverbrauch an Strom führt, der die Amortisationszeit bis zum Sanktnimmerleinstag prolongiert – und damit in vielen Fällen de facto zu einer Enteignung führt. Oder wir werfen einen Blick auf das Lieblingsthema eines jeden grünen Basisverklärten, der Abschiebungen prinzipiell als grausam und niederträchtig bewertet – und deshalb einen Pull-Faktor nach dem nächsten aus dem Boden stampft, um all den Schicksalsgeplagten auf dieser Welt eine Zukunft in Milch und Honig zu ermöglichen. Dass es allerdings mit Humanität wenig zu tun hat, wenn man nicht nur seine Herzen weitet – sondern eben auch unsere Grenzen wie Scheunentore öffnet, wird nur derjenige nachvollziehen können, der dazu in der Lage ist, unsere Verfassung zu lesen und zu verinnerlichen. Und weil der Anspruch an einen schulischen Abschluss und eine berufliche Leistungsbilanz von progressiven Funktionsträgern in unserem Land überbewertet wird, dürfte es mit dem Verständnis von Art. 16 erwartungsgemäß schwierig werden. Denn unsere Republik ist nicht das Sozialamt für den halben Globus, sondern gewährt Asyl ausschließlich denjenigen, die in ihrer Ursprungsregion aufgrund von politischer, religiöser, sexueller oder ähnlicher Verfolgung bedroht sind. Zumindest ist das die Theorie. Dass die Praxis aber gänzlich anders aussieht, das haben wir gerade denjenigen auf der Regierungsbank zu verdanken, die in ihrer Vision eines pluralistischen Miteinanders selbst dann den Knall nicht hören, wenn der Gottesstaat bereits etabliert ist.

Regellosigkeit ist bei den Grünen eine Tugend. Prinzipientreue gilt lediglich dann, wenn man sich für die Umsetzung einer planökonomischen Utopie zur Anwendung von Verboten, Verzicht und Lenkung als Instrumente der Moralisierung und Disziplinierung der Menschen genötigt sieht. Und da kann man Omid Nouripour, Katrin-Göring Eckardt oder Annalena Baerbock gleichermaßen zuhören: Eine Transformation in Billionen-Umfang ist zum Schutz des Wetters unumgänglich. Deshalb wird der fleischverliebte Deutsche künftig nicht nur auf Sojaschnitzel umstellen müssen, sondern zur Anschaffung eines E-Autos, eines Balkonkraftwerkes und einer Cannabis-Plantage verdonnert – egal, ob arm oder reich. Ausnahmen gibt es wie immer nur für Gäste, die aufgrund ihrer traumatischen Fluchterfahrung über das Mittelmeer prinzipiell keine Zumutung erfahren dürfen. Oder auch für Bedürftige aus dem Nordwesten der Ukraine, die zwar von Raketen und Bomben bislang nichts mitbekommen haben – denen aber aus stellvertretender Loyalität mit den europäischen Freiheitskämpfern im Donbass das Bürgergeld im Zweifel noch auf dem Weg zurück in die Heimat hinterhergeworfen wird. All das stellt natürlich keine Doppelzüngigkeit oder Widersprüchlichkeit dar, sondern ist Ausdruck von Nächstenliebe, welche nicht nur bei unserem Teilzeitphilosophen aus dem Wirtschaftsministerium natürlich deshalb stets vor Vaterlandsliebe geht, weil man zwar die satten Diäten einstreicht – aber mit unserer Nation ansonsten sowieso nichts anzufangen weiß. Insofern wird nur derjenige zur Kasse gebeten, der bis zum Umfallen malocht – um in seinem letzten Lebensabschnitt Flaschen zu sammeln und sich bei der Tafel ein paar Reste zusammenzukratzen.

Das ist also das, was sich diejenigen unter einer Gemeinschaft vorstellen, die bei den Worten Einigkeit und Recht und Freiheit die Lippen zusammenkneifen – und Anständigkeit als rückwärtsgewandtes Gefasel faschistoider Nazis abstempeln. Worauf man sich als Kollektiv mit einer Philosophie vielfältiger Werte einlässt, erleben wir nicht zuletzt auch, wenn uns die aktuelle Berichterstattung der Leitmedien eine völlige Neuinterpretation unserer höchsten Grundsätze vermitteln will. Da ist es dann nämlich nur allzu angemessen, wenn Attacken auf Repräsentanten der herrschenden Klasse als oberste Schlagzeile über den Äther gesandt und als Angriff „auf uns alle“ bezeichnet werden – und man bei Vorfällen dieser Art gegenüber Vertretern der AfD allenfalls von „Störaktionen“ spricht. So scheint es auch legitim, dass sich Abgesandte der Obrigkeit aus der zweiten oder dritten Reihe zu Protesten gegen Gewalt ermutigen lassen – aber selbstredend nur dann, wenn sie „demokratische Politiker“ betrifft. Das versteht man also unter Würde, wenn man in seinem wohlig warmen Wolkenkuckucksheim über Ehrenhaftigkeit schwadroniert. Eine Anschauung der Mehr-Klassen-Gesellschaft gibt es bei diesen Hochmütigen deshalb nicht nur im Gesundheitssystem, sondern entlang der Trennlinie zwischen links und rechts. Untadelig stellt sich dort niemand dar. Viel eher vermag der staatliche Elitarismus dem Untertanen nationalsozialistische Kollektivschuld einzuhämmern, während er selbst eine unerträgliche Spaltung, Aufwiegelung und Hetze betreibt. Das Morgen würde unter solch einer Führung für diejenigen noch schwieriger, die sich aufgrund ihrer Meinung und Gesinnung schon jetzt Zensur, Willkür und Tyrannei ausgesetzt sehen. Grün ist also keine Zusicherung von Gerechtigkeit, sondern steht für eine Mentalität von Intoleranz, Härte und Einseitigkeit.

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