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Martin Sellner hält dem deutschen Schlafwandler den Spiegel vor!

Was hat Martin Sellner an Verwerflichem gesagt, was ihm wiederum das Prädikat des Rechtsextremisten einbringt? Wenn er mit Blick auf Deutschland von einer Entmaskulinisierung spricht, dann weist er lediglich in einer scharfzüngigen Art und Weise auf den Durchmarsch des Feminismus hin, der Sternchen, Doppelpunkte und Binnen-I gebracht – und die Erkenntnis aufoktroyiert hat, dass Männer ohnehin nur Frauen ohne Brüste sind, die als Macho-Überbleibsel des kolonialen Imperialismus über Jahrhunderte „das Weib“ an den Herd verbannt und zur Kindererziehung verdonnerten. Er macht deutlich, dass wir in einer Epoche des Queerismus einer Mentalität der Beliebigkeit unterworfen wurden, welche den Gedanken des Liberalismus durch eine immer weitergehende Eigenbestimmung ad absurdum führt – und in der nicht mehr der Sexus für das Geschlecht des Kindes maßgeblich ist, sondern das durch die woken Eltern zugesprochene und im Selbsterfahrungskurs der Spielgruppe erkundete Empfinden als bunt, divers, Kartoffel oder Stehtischlampe. Und auf die uns unter dem Narrativ der vermeintlich notwendigen Toleranz und ethisch gebotenen Antidiskriminierung wiederholt aufoktroyierte Hinnehmen einer Unstetigkeit des Einzelnen, der es nicht mehr vermag, an Wohlstand, Wachstum und Fortschritt des Landes mitzuwirken, sondern zunächst die persönliche Work-Life-Balance finden muss.

Er sprach wiederum von den Bio-Deutschen – und nimmt damit vollkommen zu Recht die Ökologisierung der Bundesrepublik auf den Arm, die beim Bekenntnis zur Wärmepumpe beginnt – und beim veganen Sellerieschnitzel endet. Wir stehen nicht mehr ein für Einigkeit und Recht und Freiheit, sondern für Selbstverachtung und Verzicht und Abriss. Wir verleugnen unsere eigene DNA, unsere Wurzeln und unsere Heimat, weil wir noch immer nicht über die dunkelsten Kapitel unserer Geschichte hinweg gekommen sind – gerade nicht diejenigen, die Jahre und Jahrzehnte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs geboren wurden und eine Kollektivschuld in sich tragen, die weit über die menschliche Verantwortung hinausgeht, die uns als Mahnung des Nationalsozialismus zweifelsohne bleiben muss. Unsere Identität ist eben nicht mehr von Bestand, sondern biologisch abbaubar. Sie ist flüchtig statt beständig, sie ist wankelmütig statt aufrichtig, sie ist befindlich statt resilient. Es bleibt weiterhin mit Scham behaftet, stolz darauf zu sein, was die Boomer trotz der berechtigten Niederlage von Hitler-Deutschland in frischem Selbstbewusstsein wiederaufgebaut haben. Unter der Erzählung einer notwendigen Transformation – die am Ende nichts Anderes bedeutet als die Utopie der lebensfeindlichen Klimaneutralität -, kasteien wir uns bis zur Existenzvernichtung. Wir reißen Bestehendes, Funktionierendes und Bewährtes allein aus dem uns masochistisch auferlegten Hass und der Geißelung einer moralischen Gemeinschaftshaftung ein, um anschließend blühende Landschaften der Sterilität aus schwarzen Photovoltaikwüsten, auseinanderfallenden Windrädern und ihre Darmtätigkeit einstellenden Viehherden auferstehen zu lassen – die dem Gebot des „Zero CO2“-Fußabdrucks gerecht werden, aber der Umwelt wenig zuträglich sind.

Und Sellner hat das wiederholt, was auch beim sogenannten Geheimtreffen am Wannsee tatsächlich besprochen wurde: Er verwies auf die juristisch völlig legitime, der Verfassung entsprechende und die Menschenrechte in keiner Weise in Frage stellende Remigration. Denn während auch aktuell weiterhin auf einer mittlerweile in sich zusammengebrochenen Berichterstattung des Recherchezentrums „Correctiv“ herumgeritten und so getan wird, als wisse man nichts davon, dass über diese Darstellung derzeit vor Gericht verhandelt wird – unterstellt man ihm weiterhin, er habe sich dafür ausgesprochen, Millionen von Bundesbürgern mit entsprechender Auslandsbiografie in die Wüste zu schicken. Dabei geht es allein darum, eine grenzenlose Zuwanderung in die Bundesrepublik zu stoppen. Jeder andere vernünftige Staat in dieser Welt hält sich an solche Grundsätze, wonach diejenigen abgeschoben und rückgeführt werden, deren Antrag auf Schutz endgültig negativ beschieden wurde und die damit keine Aufenthaltsberechtigung mehr haben. Und auch an der Aussage, dass momentan die Grenzen offen stehen, ist kein Fünkchen Unwahrheit. Mittlerweile genügt es weitgehend, an der Grenze den Begriff Asyl nur in den Mund zu nehmen, um eine Einreiseberechtigung zu bekommen. Völlig unabhängig und ungeprüft, inwieweit zumindest eine Bleibeperspektive vorliegt, blickt man  nicht mehr auf die Voraussetzung der Bedürftigkeit und der begründeten Fluchtursache, sondern stemmt sich auch weiterhin dagegen, die Abzweigung von Sozialleistungen in Richtung die diversen Heimatländer durch die Bezahlkarte zu verringern – und pusht damit sogar einen zweiten Weg der Entwicklungshilfe, über die der deutsche Steuerzahler gutmenschliche Projekte in der halben Welt finanziert. Sellners fokussierte Metaphorik über ein „Kriegsgebiet“ Deutschland ist ebenso nicht von der Hand zu weisen. Wer ein Stück weit mit offenen Augen und wachem Kopf durch unsere Großstädte geht, der kann lebhaft feststellen, wie Sicherheit und Ordnung verdrängt wurden, No-Go-Areas entstehen und die Polizei vor lauter Einzelfällen nur nebenbei dazu in der Lage ist, die „Wir bedienen keine Grünen“-Schilder an so manchem Transportern oder auf Plakaten im Vorgarten abzureißen. Diese zufällige Häufung von Messerangriffen wird medial weitgehend unterschlagen, denn Kriminalität und fremdländisches Aussehen dürfen in einer Welt des „Wir haben uns alle lieb“ prinzipiell nicht zusammengehen. Denn diejenigen, die zu uns kommen, wollen natürlich immer nur das Beste für das Land – und für ihr eigenes Portemonnaie. Natürlich verbieten sich Pauschalisierung und Generalisierung. Gerade als Integrationsberater ist es mir immer wieder wichtig zu betonen, dass es eine ganz erhebliche – nach meiner Erfahrung aber durchaus sinkende – Zahl an hier Ankommenden gibt, die tatsächlich dazu bereit ist, sich anzupassen und einzugliedern. Sie waren dem Fanatismus nie zugewandt – und haben Gewaltbereitschaft zu Hause gelassen. Dass sich in einer Wunderwelt des obsessiv verordneten Zusammenlebens nahezu aller Ethnien dennoch irgendwann einmal der Deckel hebt, ist denjenigen klar, die sich nicht gegen Pluralismus aussprechen – aber für ein Volk der mehrheitlichen Affinität und Kongruenz votieren. Wer in diesen Tagen die soziale Spaltung und Polarisierung ausblendet – oder sie allein darauf zurückgeführt, dass sich der linkssozialistisch Korrekte lediglich dem aufkeimenden Neofaschismus entgegenstellt, soll im Zweifel weiterträumen. Sellner wird sich von Etikettierung, Stigmatisierung und Ausgrenzung nicht beeindrucken lassen – und sein Fanclub dürfte nicht unberechtigt größer werden.

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