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Martin Sellners Ideologie steht vollumfänglich auf dem Fundament der Verfassung

Politikberater verteidigt völkische Grundhaltung gegen Rechtsextremismus-Vorwürfe

Martin Sellner wird unter anderem eine völkische Ideologie vorgeworfen, die nach Auffassung eines linken Parteienkartells als verfassungsfeindlich anzusehen sei. Damit steht der als „rechtsextrem“ gebrandmarkte Sellner mit seinen Einlassungen ausdrücklich auf dem Boden des Grundgesetzes, meint der Journalist und Politikberater Dennis Riehle (Konstanz).  Er begründet seine Einschätzung unter anderem auf der folgenden Argumentation:

Ohne Zweifel ist Martin Sellner ein Mensch, an dem man sich reiben kann. Seine provokanten, zugespitzten und scharfzüngigen Aussagen und Analysen über den Zustand unserer Gesellschaft mögen auf den ein oder anderen Beobachter polarisierend und spaltend wirken. Doch wie so oft fehlt es denjenigen, welche sich auch nun wieder darüber empören, dass der vermeintliche Rechtsextremist in den Räumen der AfD Berlin in Pankow einen Vortrag gehalten hat, an einer inhaltlichen Auseinandersetzung mit seinen Standpunkten und Positionen. Denn wer sich einmal darüber bewusst wird, dass nach Auffassung von Haldenwang und Faeser in Deutschland derjenige als verfassungsfeindlich gilt, der eine identitäre Ideologie verfolgt, muss spätestens bei der Lektüre des Grundgesetzes stutzig werden. Denn gleich an mehreren Stellen lesen wir dort von unserem Volk, welches vor allem in Art. 116 näher, aber nicht abschließend, definiert wird. Und an sich wäre auch nichts verwerflich daran, wenn man sich auf das berufen würde, was wir auch in unserer Nationalhymne bisweilen mit zusammengepressten Lippen nur allzu murmelnd und beschämt bekennen: Wir sind berufen zur Einigkeit, also auch zu einer Wesenseinheit, auf die wir uns gemeinsam verständigen, an der wir uns messen und die wir zur Voraussetzung für ein pluralistisches Zusammenleben machen können. Orientierungspunkte, Leitlinien und Eckpfeiler sind in einer Sozietät unverzichtbar, in der wir dem Einzelnen größtmöglichen Gestaltungsspielraum über das eigene Leben lassen – ohne dabei aber die Unität aufs Spiel zu setzen. Das Gefühl von Halt und Sicherheit ist ein durch die Urinstinkte begründetes Bedürfnis jedes Menschen, der sich nicht in einer endlosen Findungsphase verlieren möchte – und bis am Ende der Tage auf einem Ozean der unendlichen Möglichkeiten nach dem Heimathafen sucht.

Die Philosophie einer grenzenlosen Weltoffenheit, in der sich verschiedene Ethnien vollständig miteinander mischen – und damit keine Mehrheit mehr heraussticht, die eine Entität vorgibt, entspringt der Utopie des Multikulturalismus, die am Ende nichts Anderes ist als ein obsessiv aufoktroyiertes Miteinander unterschiedlichster Sprachen, Historien, Abstammungen, Wurzeln, Wertvorstellungen, Herkünften und Religionen. Dass ein solch verordnetes Beisammensein auf einer geografisch begrenzten Fläche den Anschein von Zwang und Repression erweckt – und damit einen plangesellschaftlichen Charakter der Idealisierung besitzt, das wollen diejenigen nicht hören, die es genau darauf angelegt haben, dass sich der Deutsche von sich entwöhnt – und durch regellose Zuwanderung in einem ungesunden Maße überfremdet wird. Letztlich bleibt nichts Verbindendes mehr übrig, auf das man sich berufen kann, wenn man eine völlig ausdifferenzierte Heterogenität anarchischen Zuständen überlässt. Denn ein ad absurdum geführter Freiheitsbegriff ist gerade nicht damit gemeint, wenn wir in unserem Deutschlandlied davon singen. Die uneingeschränkte Entwicklung und Entfaltung von Individuen ihre Grenzen dort, wo kollektive Konventionen tangiert und Verlässlichkeit preisgegeben wird. Dass wir in diesen Tagen eine durch Feminismus und Genderismus völlig entglittene Selbstbestimmung als erstrebenswert klassifizieren – und mit diesem weltanschaulichen Gedanken auch unsere Kinder infiltrieren, kann am Ende nur damit erklärt werden, dass es einem nicht unerheblichen Teil der Bevölkerung weiterhin an Identifikation mit sich, dem eigenen Geschlecht, der Natürlichkeit und an Kongruenz fehlt.

Dass wir daneben auch das Recht als ein wesentliches Charaktermerkmal des Gefüges verstehen, bedeutet darüber hinaus das Verständigen auf majoritäre Werte, zu denen nicht zuletzt auch Traditionen, Brauchtum und Gepflogenheiten gehören. Wer es unterlässt, zu uns kommende Gäste auf die Normativität solch fortbestehenden Erbes aufmerksam zu machen – und nicht abfordert, diese aus Respekt vor dem eigenen Status als Durchreisender auch einzuhalten, der riskiert im Zweifel auch, dass der Schutzsuchende diese Laxheit ausnützt und uns auf der Nase herumtanzt. Wenn wir mittlerweile auch international der Lächerlichkeit offenbart sind, dann hat das nicht nur etwas mit unserem wirtschaftlichen Versagen zu tun. Sondern auch mit unserer Naivität, mit Blick auf die illegale Immigration zur Melkkuh derjenigen zu werden, die in aller Herren Länder ihr Lebensschicksal noch immer kausal auf den Kolonialismus zurückführen. Es gehört mittlerweile zu den größten Disziplinen der Deutschen, sich für alles und jeden verantwortlich und schuldig zu fühlen. Genau deshalb lassen wir uns auch unterbuttern, wenn es um die Versuche der momentanen Regierung geht, unsere Daseinsweise eklatant zu beschneiden. Wir lassen uns moralisieren und disziplinieren, was wir essen, was wir sprechen, was wir kaufen, was wir verbrauchen, was wir bauen und wie wir uns fortbewegen dürfen. Auflehnung ist uns seit jeher fremd. Wir sind die Couch Potato Nummer Eins – und demonstrieren nur dann, wenn es die Strippenzieher aus der Berliner Waschmaschine von uns verlangen. Das Verleugnen unserer Ansprüche in einer Demokratie, die uns nicht erst dadurch zustehen, dass sie uns die Obrigkeit genehmigt, ist nicht nur peinlich, sondern auch vollkommen ungerechtfertigt. Generationen nach dem Zweiten Weltkrieg müssen wir nicht mehr darauf warten, dass uns die Absolution zur Widerrede erteilt wird. Und deshalb braucht sich auch niemand rechtfertigen, der Martin Sellner lauscht. Immerhin könnte sein Geist von Würde, Ehre und Stolz heilsam für jene sein, die noch immer als Duckmäuser die Anpassung und Unterwürfigkeit suchen.

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