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Was dem woken Mainstream widerspricht, wird als anrüchig konnotiert!

Dass der Versuch zur frischen Konnotierung von einst unverwerflichen Denkweisen und Charaktereigenschaften mittlerweile das Ausmaß einer orchestrierten Gehirnwäsche angenommen hat, das beweist nicht nur die rasante Umetikettierung der gesamten bürgerlichen Mitte durch Regierung, Medien und wachsame Bevölkerungsteile, welche kurzerhand jeden als extrem einstuften, der sich jenseits von CDU und CSU auf dem weiten Feld des Bösen positioniert hat. Und so ist es nun auch das verschobene Erzählmuster über die konservativen Normen, Regeln und Sittenvorstellungen, welche die „WerteUnion“ in ihrer Programmatik als ein Gegenmodell zu Multikulturalismus und Sozialismus aufzeigt, das manch schnappatmigen Journalistenkollegen kurzerhand zu der Einschätzung gelangen lässt, wonach sich um Maaßen die „Neurechten“ versammelt hätten.

In der zumindest indirekten Unterstellung der Bedienung einer völkisch-nationalistischen Ideologie à la Vergangenheit, hat man sich nach der AfD die nächste politische Kraft herausgesucht, die mit den modernen Instrumenten von Framing bis Shaming in einen Bezugsrahmen gestellt wird, der zur Wirklichkeit von vor zwei oder drei Jahren jeden Kontakt verloren hat. Über lange Zeit hinweg galt ein gesunder Patriotismus als ein Merkmal von sinnstiftender, kongruenter und selbstbewusster Abnabelung von der NS-Erbsünde, die als Kollektivschuld über viele Dekaden wie Blei auf den Schultern von Generationen lastete, welche weit nach 1945 geboren wurden – und denen eine moralische Mithaftung für etwas eingetrichtert wurde, was sich im Moment ausdrücklich nicht wiederholt. Wir leben nicht nur politisch unter vollständig anderen Voraussetzungen als 1933, sondern stehen auch nicht unter dem Eindruck der Folgen des Ersten Weltkriegs.

Stattdessen sind wir gepeinigt von einer Ampel-Regierung, die uns das Dasein ebenfalls madig machen möchte. Mit der Abwrackbirne reißt sie Deutschland aus diesem Selbsthass nieder, der allzu lange infiltriert wurde. Heute gilt man nur noch als en vogue, wenn man die eigene Herkunft verleugnet, verachtet und drangsaliert. Und genau deshalb ist es auch die Sprache, die nun dazu benutzt wird, Brandmarkung an denen vorzunehmen, welche sich nicht in das Korsett der Gruppenverantwortung zwängen lassen wollen – sondern nach knapp 80 Jahren seit dem Ende der Barbarei und Diktatur mit Stolz statt Scholz vor dem demütig werden, was die Boomer aufgebaut und geleistet haben. Umso mehr erklärt sich auch Habecks aktives Bemühen, die Bundesrepublik in tiefe Depression zu stürzen. Immerhin ist es mit der masochistischen Seelenveranlagerung nicht vereinbar, Dankbarkeit, Freude oder gar Motivation zu empfinden, mit der dieses Land bis 2021 noch ambitioniert war, mit seiner Kraft und Überzeugung als ebenbürtiger, anerkannter und gleichwertiger Mitspieler im internationalen Wettbewerb selbstbewusst auftreten zu können.

Heute ist es das bloße Ansinnen, uns immer weiter nach unten zu drücken, uns unsere Wertlosigkeit einzupeitschen und mit Entbehrung, Kasteiung und Verzicht für die uns bis in alle Ewigkeit verfolgende Schlechtigkeit büßen zu lassen. Deshalb gibt es nur noch Seitan statt Fleisch, nur noch Wärmepumpe statt Ölheizung, nur noch E-Bike statt SUV, nur noch *innen statt *außen. Und selbstverständlich „Wir schaffen das!“ statt Remigration – obwohl es sich bei letztgenanntem Terminus um eine Formulierung handelt, welche seit Epochen in der deutschen Behördenwelt als gängiger Ausdruck für den völlig legitimen Umstand der notwendigen Abschiebung und Rückführung von Flüchtlingen steht, die nach einem durchlaufenden Asylverfahren negativ beschieden wurden – und dem Grunde nach keinen Anspruch auf Aufenthalt in Deutschland mehr haben. Nach der Übernahme der Deutungshoheit durch Ricarda Lang hat nunmehr aber die Wahrheit kurze Beine. Da ist alles infektiös und igitt, was dem Traum der völligen Resignation und des Sichfügens entgegensteht. Und natürlich ist das im Zweifel auch jede weltanschauliche Gruppierung, die diesem Konzept der psychogenen Amnesie widerspricht, das zur Verdrängung und Flucht vor der Konfrontation mit dem vitalen Wiedererstarken von Heimattreue und Wurzelverbundenheit obligat scheint. Wer dem Dämon der Vaterlandsliebe entkommen muss, weil er genderkonforme Muttergefühle hegt, der soll sich gerne aufmachen. Deutschland schafft es gut ohne Grüne – sehr gut sogar.

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